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5.000 Störe gedeihen prächtig im erwärmten Kraftwerkskühlwasser

Fischzucht / Natur und Umwelt / Rhönforelle / Stör-Projekt

Traditionsbetrieb „Rhönforelle“ betreibt Zuchtanlage in Biblis

Biblis, 16. April 2009 Tradition am Rhein geht moderne Wege: Das 1882 in Gersfeld gegründete Familienunternehmen „Fischzucht Rhönforelle“ betreibt eine Störzuchtanlage direkt am Kernkraftwerk Biblis und nutzt dazu das bei der Stromerzeugung erwärmte Kühlwasser. „Die Fische brauchen gut temperiertes Wasser, um sich optimal entwickeln zu können“, erläutert Udo Groß, der gemeinsam mit seinem Bruder Peter den Betrieb führt. Berührungsängste oder Bedenken angesichts der unmittelbaren Nähe zum Kernreaktor haben die beiden nicht.

Hier wird das Kraftwerk als verlässlicher, klimafreundlicher und wettbewerbsfähiger Energieträger gesehen, der Versorgungssicherheit gewährleistet und die Abhängigkeit von Importenergien wie Öl und Erdgas reduziert. „Wir haben volles Vertrauen in die Technik. Unseren 5.000 Stören in den Aufzuchtbecken geht es richtig gut, wie regelmäßige Laboruntersuchungen immer wieder beweisen. Und wir sparen mithilfe des erwärmten Kühlwassers Energie“, freut sich Peter Groß.

Mittlerweile ist sogar ein Vollzeitarbeitsplatz durch die Störzucht entstanden. Die Brüder haben eine weitere nicht alltägliche Beziehung zu dem Kernkraftwerk: Der vom Urgroßvater ins Leben gerufene Betrieb verfügt über Fischereirechte am Rhein und übernimmt das regelmäßige Abfischen in der Anlage. „Wir sorgen dafür, dass die Fische, die zusammen mit dem Kühlwasser aus dem Fluss in das Kraftwerk gepumpt werden, wohlbehalten zurück in ihren Lebensraum gelangen“, erklärt Fischzuchtmeister Udo Groß. Eine enge Zusammenarbeit pflegen die beiden dabei mit Dr. Josef Roesch von RWE Power, der für alle wasserrechtlichen Belange in Biblis zuständig ist.

19. April 2009 11:40 Uhr (CEST)

Burke Paul
© JAHR TOP SPECIAL VERLAG
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