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Angeln.de – Blog / Blog

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Posen für Fließgewässer Teil 1

Avon / Balsa-Floats / Bebleiung / Fließgewässergewässern / Pacemaker / Posenfischen / Stick

Mit der Pose fängt es in der Regel an. Das gilt seit eh je für die meisten Angler. Es ist ja auch spannend, die Pose zu beobachten

sie tanzt auf dem Wasser, stellt sich quer, steigt hoch, taucht blitzartig ab. Man erhält auf unterschiedlichste Art und Weise Informationen über das, was unter Wasser vorgeht.


Wenn man die Rute nicht schon in der Hand hat, so wird es jetzt Zeit, dies zu tun. Vorsichtig wird schon mal lose Schnur eingeholt, und dem Angler stellt sich die Frage: Soll ich, soll ich nicht, wann ist der richtige Augenblick für den Anschlag? Ein bisschen zu früh oder zu spät, und der Anschlag geht ins leere!

Leider ist das Posenfischen durch dominante Angelarten wie dem Karpfenangeln, Angeln auf Waller oder auch Hechtangeln etwas in den Hintergrund gedrängt worden. Und da bleiben kapitale Brassen schon mal auf der Strecke. Auch das Fischen mit der Feederrute rangiert mittlerweile vor dem Posenfischen.

Dabei ist Angeln mit der Pose aufregend und faszinierend zugleich. Und die Aussichten auf kapitale Fische sind nicht weniger gering und bringt dem Angler so manche Überraschung!

Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet vor allen Dingen die Wahl der Pose.

Angesichts des vielfältigen Angebots an Posen fällt es nicht leicht, die richtige auszuwählen. Deshalb ist es gut, Vorsorge zu treffen und ausreichend Posen sowie eine genügende Anzahl von jedem Typ gut sortiert in einer Schwimmerkiste mitführen, um den unterschiedlichen Situationen und Anforderungen am Wasser gerecht zu werden.

Das müssen nicht tausende von Typen sein. Mit der Zeit wird es sich schon herausstellen, welche Schwimmertypen an den heimischen oder bevorzugten Gewässern erfolgreich eingesetzt werden können, gut arbeiten und welche nicht in Frage kommen.

Wir können nur empfehlen, von guten Posen, denen an sein Vertrauen schenkt und mit denen man erfolgreich fischt, einen ausreichenden Vorrat für zukünftige Zeiten zu sichern. Es ist nichts ärgerlicher, als plötzlich auf eine Pose oder sogar seine „Lieblingspose“ zu verzichten, mit der man prima zu recht kam und sehr erfolgreich geangelt hat.

Wir möchten Ihnen heute eine kleine Auswahl an Posen für das Angeln in Fließgewässergewässern vorstellen. Mit diesen Schwimmern kann man in unterschiedlichen Strömungsverhältnissen und Wassertiefen fischen. Die Schwimmer werden vielen Anforderungen, die man an Gewässern vorfindet, abdecken.

Alle vorgestellten Posen haben sich in der Praxis bewährt und gibt es schon seit 30 Jahren und länger!

Einen wichtigen Grundsatz jedoch vorweg: Jeder Pose ist in ihrer Wirkungsweise Grenzen gesetzt und sie wird auch nur hundertprozentig für den gedachten Einsatz funktionieren! Diesen Grundsatz sollte man nie außer acht lassen.

Folgende Posen können wir Ihnen empfehlen: Den Stick, den Pacemaker, den Avon sowie Balsa-Floats.

Wenn am solch schöne Rotaugen fangen will, empfiehlt ein Gewässer dieser Art zu wählen: ein kleiner Fluss, schmal, übersichtlich, nicht zu tief, träge Strömungsverhältnisse, leichter Wind stromaufwärts kräuselt die Wasseroberfläche: Das sind topp „Condition“ für eine Stickpose!

Der Stick ist ein klassisches Beispiel für das feine englische Posenfischen an der Matchrute!

Befassen wir uns zunächst mit dem Stick. Das Foto zeigt Ihnen eine kleine Auswahl aus der Familie der Sticks.

Man sieht hier links einen Wire stemmend Stick dann einen Big Stick, in unterschiedlichen Größen. Ein Stick eignet sich für eine Wassertiefe bis gut 2,50 m bei kontinuierlicher, leichter bis mittlerer Strömungsgeschwindigkeit in geringer Entfernung.

Der Stick gehört zu den “Top and bottom floats”. Was bedeutet das?

Genau was es sagt, die Pose wird oben und unten mit einem Posengummi befestigt, oder auch mit einem Zusatzgummi in der Mitte der Pose.

Der Stick ist aus zwei Materialien gefertigt: Der obere Körper kann aus einem Schaum bestehen, das untere Teil, der Stiel, aus einem Kunststoff oder Draht.

Andere Sticks, wie der auf dem Foto, sind aus Holz gefertigt.

Das Oberteil ist aus dem Balsaholz, das sehr weich ist!

Das untere Teil ist schwerer und aus hartem Holz gefertigt, wie Tonkin, Sarkanda oder Lingnum. Beide Holzarten sind präzise durch verzapfen untereinander verbunden.

Um einen perfekt arbeitenden Stick zu erhalten ist es wichtig, das richtige Materialverhältnis zwischen dem oberen und unteren Teil erzielen, das aber auch für andere Posen Gültigkeit hat.

Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte für die Funktion der Pose:

DER BEBLEIUNG

In dem Zusammenhang möchte ich noch mal den Grundsatz wiederholen, den ich anfangs erwähnt hatte:

Jeder Pose sind in ihrer Wirkungsweise Grenzen gesetzt und sie wird auch nur hundertprozentig für den gedachten Einsatz funktionieren!

Diesen Grundsatz untermauert das Bebleiungsschema einer Pose nachhaltig, denn sie verlangt ein genaues und präzise abgestimmtes Bebleiungschema.

Eine Bebleiung richtet sich in der Regel nach folgenden Anforderungen:

Entfernung in der man angelt die Köderpräsentation die Bissanzeige

Es gibt meistens mehrere Möglichkeiten, eine Pose auszubleien. Wir wollen für die hier vorgestellten Posen ein oder zwei Bebleiungsschemen vorstellen, mit denen man ganz gut zu recht kommt.

Bei unserem Stick hier erfolgt die Bebleiung einmal als Bleikette im unterem Bereich der Angeltiefe, etwa bis zu einem Drittel oder der Hälfte, wobei aber ein Blei direkt unter der Pose fixiert wird.

Eine weitere Möglichkeit ist die Bleikette über die gesamte Angeltiefe zu verteilen.

Die Bleikette darf hier aus im Durchmesser gleichgroßen Bleien oder aus in der Größe abgestuften Bleien erfolgen.

In beiden Fällen sollten die Bleie einen gleichen Abstand untereinander haben. Als Faustregel kann man sagen, dass etwa alle 20 bis 25 cm ein Blei erforderlich wird.

Dazu ein Beispiel: Auf dem Stick findet man eine Angabe über 3 BB. Was heißt das?

Dazu muss man wissen, dass die Tragkraft auf englischen Posen in der Regel in festen, normierten Kennwerten angegeben wird: SSG (1,6g) AAA (0,8g) BB (0,4g) No. 4 (0,17g) oder als letztes Beispiel ein Micro Dust (0,05g).

So ein Micro Dust, auf gut deutsch Staubkorn, ist nicht zu unterschätzen, es kann für die Bebleiung eines Schwimmers sehr wichtig werden!

Durch diese Angaben erhält man Auskunft über die Tragkraft und mit welcher Größe und Anzahl an Bleien der Schwimmer auszubleien ist.

Nun kann man mit 3BB unter Umständen schlecht eine Bleikette über größere Angeltiefe anlegen, da die Anzahl der Bleie nicht ausreichen wird. Stellt sich natürlich die Frage, was man jetzt macht?

Aber da gibt es eine Hilfe: Einen so genannten “Shotting Guide”

Der “Shotting Guide” ist ein Tabellenwerk, mit dem man Vergleichswerte bestimmen kann. Für unseren Wert “3 BB” findet man hier 4 Varianten, wobei “3 BB” bis in 10 Bleigrößen zerlegt wird. Damit erhält man gleichzeitig eine Abstufung von Bleigrößen! So, damit sind nun ausreichend Bleie da, um eine schöne Bleikette zu bilden.

Das Rotauge gehört wie diese Döbel hier zu den häufigsten Fischarten, die mit einem Stick zu fangen sind!

Um sie zu fangen, muss die Pose ausgeworfen werden!

Das Auswerfen der Pose bereitet vielen Anglern aber immer wieder Schwierigkeiten! Für den Stick ist die beste und sicherste Wurftechnik der Unterarmwurf, das Hinausschlenzen der Pose!

Ein Überkopfwurf bringt nur Probleme und führt in vielen Fällen zu Verhedderungen der Posenmontage! In der Regel angelt man mit dem Stick nicht weit vom Ufer, etwa in 8- bis 12-Meter Entfernung vielleicht. Das ist annähernd das zwei- bis dreifache einer Rutelänge und da kann man den Stick bequem mit dem Unterarmwurf hinschlenzen.

Erinnern wir uns jetzt an die Bebleiung der Stickpose, an die Bleikette mit den abgestuften Bleien über die gesamte Angeltiefe! Bei einer guten Wurftechnik kann man jetzt hören, wie die Bleie der Reihe nach in das Wasser eintauchen!

Unmittelbar danach wird der Stick die Idealposition erreichen, da sich das Hauptgewicht der Bleikette in der Nähe der Pose befindet. Der Rest der Kette sinkt nun langsam Richtung Gewässerboden. Man kann regelrecht beobachten, wie die Pose etappenweise die endgültige Position erreichen wird!

Man fischt “on the drop”, wie der Engländer sagt.

Der Köder durchwandert dabei langsam die Wasserschichten. Fischarten, wie Döbel, Rotauge oder auch wie hier auf dem Foto, die Karausche, können mit dieser Methode erfolgreich beangelt werden. Diese Fischarten stehen gerne in höheren Wasserschichten. Aber auch das “Halten” des Sticks hat positive Auswirkungen auf das Beißverhalten der Fische!

Beim Halten des Pose hebt sich der untere, leichtere Teil der Bleikette durch den Strömungsdruck und der Köder wird auffällig in der Strömung wedeln. Lässt man die Pose jetzt wieder laufen treibt der Köder mit der Strömung ab. Jetzt sollte man die Pose nicht aus den Augen lassen, meistens nimmt jetzt der Fisch den Köder! Ich führe das Halten des Sticks beim Durchlauf durch eine Futterspur zwei oder dreimal aus!

Apropos Anfutter. Als Anfutter für das Stickfischen eignet sich “loose feed”, also loses Anfutter wie Maden, Hanf oder Mais zum Beispiel.

Es ist aber wichtig, regelmäßig in kurzen Zeitabständen immer wieder nach zu füttern. Lange Zeiträume für zwangsweise zu Beißpausen!

Mario Bartolli
© JAHR TOP SPECIAL VERLAG
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Letzte Kommentare

  • Danke! :) LG und Petri!

    Sean-Paul Perez / 08.02.2012
  • Danke! Freut uns, dass dir der Bericht so gut gefällt! LG u...

    Sean-Paul Perez / 08.02.2012
  • Wat ein TEIL!

    Kevin / 07.02.2012

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